Zum Inhalt springen

Tipps für Firmen

Was kostet ein Temporärmitarbeiter? Stundentarif, Faktor und Nebenkosten einfach erklärt

Wie der Stundentarif für Temporärpersonal entsteht, was im Faktor inbegriffen ist und wann sich ein Einsatz gegenüber einer Festanstellung rechnet.

Kobot Personal GmbH · 03. September 2026

Die häufigste Frage von Firmen an uns lautet: Was kostet mich ein Temporärmitarbeiter pro Stunde? Die Antwort ist einfacher, als viele denken: Der Tarif besteht aus dem Lohn der Person und einem Faktor, der alle Nebenkosten und die Dienstleistung abdeckt. Hier erfahren Sie, wie sich der Tarif zusammensetzt, was darin enthalten ist und wann sich Temporärarbeit für Sie lohnt.

So entsteht der Stundentarif

Der Verleihtarif berechnet sich nach einer einfachen Formel:

Grundlohn pro Stunde × Faktor = Stundentarif

Der Grundlohn ist der Bruttolohn, den die Temporärmitarbeiterin oder der Temporärmitarbeiter erhält. Er richtet sich nach Beruf, Erfahrung und dem geltenden Gesamtarbeitsvertrag. Der Faktor deckt alles ab, was Sie als Arbeitgeber sonst zusätzlich tragen würden, und die Leistung des Personaldienstleisters.

Der effektive Faktor hängt von Branche, Qualifikation, Einsatzdauer und Volumen ab und wird mit Ihrer Personalberaterin oder Ihrem Personalberater vereinbart. Mit unserem Personalkosten-Rechner sehen Sie in 30 Sekunden, wie sich der Tarif bei verschiedenen Faktoren verändert.

Was im Faktor alles inbegriffen ist

Beim Personalverleih ist Kobot der Arbeitgeber. Das heisst: Sämtliche Arbeitgeberpflichten und Nebenkosten liegen bei uns und sind im Tarif enthalten.

  • Sozialversicherungen: AHV, IV, EO, ALV, Unfallversicherung (SUVA oder Privatversicherer), Krankentaggeld und berufliche Vorsorge (BVG).
  • Ferien- und Feiertagsentschädigung: Ferienanspruch und bezahlte Feiertage sind eingerechnet.
  • 13. Monatslohn: anteilig pro geleistete Stunde abgegolten.
  • Lohnadministration: Lohnabrechnung, Quellensteuer, Meldungen an Ämter und Versicherungen.
  • Rekrutierung und Betreuung: Suche, Auswahl, Referenzen, Vertragswesen und die Begleitung während des Einsatzes.
  • Risiko: Fällt jemand wegen Krankheit oder Unfall aus, tragen wir die Lohnfortzahlung. Sie bezahlen nur geleistete Stunden.

Der Stundentarif ist damit ein Vollkostensatz. Es kommen keine weiteren Rechnungen für Sozialversicherungen, Versicherungen oder Verwaltung dazu.

Beispielrechnung

Ein Mitarbeiter mit einem Grundlohn von CHF 32.00 pro Stunde und einem vereinbarten Faktor von 1.5 kostet Sie:

  • Stundentarif: 32.00 × 1.5 = CHF 48.00
  • Bei 42 Wochenstunden: rund CHF 2'016 pro Woche
  • Bei einem Einsatz von 4 Wochen: rund CHF 8'064

In diesem Betrag stecken bereits alle Sozialversicherungen, Ferien, Feiertage, der 13. Monatslohn und unsere Dienstleistung. Zum Vergleich: Bei einer eigenen Anstellung kommen auf den Bruttolohn je nach Branche und Versicherungslösung zwischen 20 und 30 Prozent Arbeitgeberbeiträge, dazu Ferien, Feiertage, Administration und das Ausfallrisiko.

Wann sich Temporärarbeit für Ihre Firma lohnt

  • Auftragsspitzen und Projekte: Sie brauchen für Wochen oder Monate mehr Leute, aber keine dauerhafte Stelle.
  • Ausfälle überbrücken: Krankheit, Unfall, Mutterschaft oder Militärdienst im Team.
  • Kennenlernen vor der Festanstellung: Sie sehen die Person im Alltag, bevor Sie sich binden. Eine Übernahme ist jederzeit möglich.
  • Kein Fixkostenrisiko: Endet der Auftrag, endet der Einsatz. Ohne Kündigungsfristen, ohne Sozialplan.

Bei einem dauerhaften Bedarf über viele Monate kann eine Festanstellung günstiger sein. Dafür vermitteln wir Ihnen die passende Person auch direkt. Ihre Beraterin oder Ihr Berater rechnet Ihnen beide Varianten transparent vor.

Was Sie sonst noch wissen sollten

  • Gesamtarbeitsvertrag: Für Temporärpersonal gilt der GAV Personalverleih und in vielen Branchen der jeweilige Branchen-GAV. Mindestlöhne, Zuschläge und Arbeitszeiten sind darin geregelt und in unserem Tarif berücksichtigt.
  • Rapport und Rechnung: Sie visieren die Wochenrapporte, wir rechnen nur die visierten Stunden ab. Überzeit und Zuschläge werden nach GAV ausgewiesen.
  • Meldepflicht: Für gewisse Berufe mit hoher Arbeitslosigkeit gilt die Stellenmeldepflicht. Als Verleiher kümmern wir uns um die Meldung, für Sie entsteht kein Aufwand.

Jetzt Ihre Kosten berechnen

Mit dem Personalkosten-Rechner sehen Sie in wenigen Klicks, was ein Temporärmitarbeiter für Ihren konkreten Bedarf kostet: Stundentarif, Wochen- und Gesamtkosten, inklusive aller Nebenkosten. Auf Wunsch erhalten Sie direkt eine unverbindliche Offerte.

Häufige Fragen

Was kostet ein Temporärmitarbeiter pro Stunde?

Der Stundentarif ergibt sich aus dem Grundlohn der Person multipliziert mit einem Faktor. Der Faktor deckt Sozialversicherungen, Ferien, Feiertage, 13. Monatslohn, Versicherungen, Administration und die Dienstleistung ab. Die genaue Höhe hängt von Beruf, Einsatzdauer und Volumen ab und wird mit Ihrem Personalberater vereinbart.

Sind Sozialversicherungen und Ferien im Tarif inbegriffen?

Ja. Beim Personalverleih ist der Verleiher der Arbeitgeber. AHV, IV, EO, ALV, Unfall- und Krankentaggeldversicherung, BVG, Ferien- und Feiertagsentschädigung sowie der 13. Monatslohn sind im Stundentarif enthalten. Es gibt keine zusätzlichen Rechnungen.

Bezahle ich auch bei Krankheit oder Unfall des Temporärmitarbeiters?

Nein. Sie bezahlen ausschliesslich geleistete und von Ihnen visierte Stunden. Das Ausfallrisiko und die Lohnfortzahlung trägt der Verleiher.

Ist Temporärarbeit teurer als eine Festanstellung?

Pro Stunde meist ja, weil Nebenkosten, Ausfallrisiko und Rekrutierung im Tarif stecken. Über die Gesamtdauer rechnet sich Temporärarbeit bei Auftragsspitzen, Projekten und Ausfällen, weil Sie keine Fixkosten und keine Kündigungsfristen tragen. Bei dauerhaftem Bedarf ist eine Festanstellung oft günstiger, wir vermitteln auch direkt.

Kann ich einen Temporärmitarbeiter später fest anstellen?

Ja, eine Übernahme in eine Festanstellung ist jederzeit möglich. Die Bedingungen dafür sind im Verleihvertrag geregelt und werden mit Ihrem Personalberater besprochen.